Weitere Quartalsberichte aus der IT-Branche
Nachdem andere Unternehmen auch in Zeiten der Wirtschaftskrise wachsen oder die Geschäfte bereits wieder normalisieren konnte, ist nicht jedes Unternehmen so gut davon gekommen. Das Auktionshaus e-Bay befindet sich auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres weiterhin auf einer ungewissen Talfahrt. Sicher auch wegen der zahlreichen katastrophalen Änderungen am System bei dem man immer öfter sowohl Käufern als auch Anbietern auf die Füße tritt und ihnen den Ein- bzw. Verkauf erschwert. Dies hat sicher auch dazu beigetragen, dass der Umsatz um 4 Prozent auf 2,1 Milliarden und der Gewinn um knapp 30 Prozent auf 327 Millionen US-Dollar zurückging.
Noch schlimmer hat es aber Microsoft erwischt. Auch wenn es hier nach Ablauf des vierten Quartals des Geschäftsjahres bei einem Jahresgewinn von 14,57 Milliarden US-Dollar Jammern auf höchstem Niveau ist, kann man nicht übersehen, dass die Cash-Cows des Unternehmen langsam aber sicher am Stock gehen, und Zuschussgeschäfts wie Online und Entertainment zunehmend untragbar werden. In vier Quartalen hat Microsoft mit dem Online-Business bei einem Umsatz von knapp 3 Milliarden US-Dollar einen Verlust von fast 2,3 Milliarden US-Dollar eingefahren. Da der Umsatz aktuell wieder gesunken ist, bleibt es fraglich, ob dieser Bereich jemals die Verluste wird ausgleichen können. Doch auch die Bereiche, die noch hohe Gewinne einfahren, haben deutlich an Umsatz nachgelassen. So ging der Umsatz der Sparte Clients von 4,359 Milliarden auf 3,108 Milliarden US-Dollar zurück. Beim Gewinn sind es nach 3,250 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr nun nur noch 2,167 Milliarden US-Dollar. Der Bereich der Office- und Business-Software setzte nach 5,266 Milliarden im Vorjahresquartal nun 4,564 Milliarden US-Dollar um und so sank natürlich auch der Gewinn von 3,359 Milliarden auf 2,816 Milliarden US-Dollar. Während andere Unternehmen sich in der Krise beweisen hat Microsoft es schwer, den Kunden den sehr hohen Preis der Produkte zu erklären.
Der Online-Einzelhändler Amazon dagegen konnte bei einem um 14 Prozent auf 4,65 Milliarden US-Dollar gesteigerten Umsatz einen Gewinn von 142 Millionen US-Dollar erwirtschaften.

