Office

OpenOffice.org erobert mehr und mehr Staaten

Verfasst von Michael Köchling am 14. August 2008 - 14:00.

Auch wenn der zwar flächenmäßig größte Bundesstaat Malaysias Pahang mit seinen fast 1,3 Millionen Einwohnern nicht zu den am stärksten bewohnten Regionen des Landes gehört bedeutet die vollständige Umstellung aller Behördenrechner hin zu OpenOffice.org einen Umfang von mehreren tausend Computern. So hat der Staatssekretärs Dato' Muhammad Saifan bin Ismail angeordnet sämtliche Rechner von Microsoft Office und nicht lizenzierten Programmen zu säubern und das freie Office Paket zu nutzen. Darüber hinaus wurde auch das ISO zertifizierte Dateiformat ODF als alleiniger Standard vorgeschrieben. Die Vorteile von OpenOffice.org liegen dabei klar auf der Hand. so gibt es weder eine Bindung an das verwendete Betriebssystem noch überhöhte Lizenzkosten oder eine rückständige Entwicklung wie man es von Microsoft Office kennt. Zu der fortschrittlichen Entscheidung kann man einfach nur gratulieren.

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Die Korruption bei der ISO geht weiter

Verfasst von Michael Köchling am 9. Juli 2008 - 18:00.

Wie nicht anders zu erwarten, haben die Generalsekretäre der ISO die Empfehlung ausgesprochen die Einsprüche der vier ISO Mitglieder bezüglich der <No>OOXML Standardisierung zu verwerfen, da es scheinbar keine Verfahrensfehler gegeben habe. Das es aber unzählige Fehler gegeben hat und sogar das gesamte Fast-Track Verfahren nicht legitim war wurde bereits unzählige Male dokumentiert und selbst der ISO in einem Gutachten bestätigt worden. Zwar ist das Schreiben an das Technical Management Board nur eine Empfehlung, es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Mitglieder der ISO und das zuständige Gremium der ISO-Partnerorganisation IEC die Einsprüche aus Brasilien, Indien, Südafrika und Venezuela verwerfen werden. Experten rätseln darüber welcher Fall für ISO/IEC den größeren Schaden anrichten würde. Wenn man OOXML nach all der Schiebung nun doch noch verwirft oder wenn man allen Kritikern die Bestätigung der Inkompetenz und Korruption gibt und ISO29500 <No>OOXML auch weiterhin durchwinkt.

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ISO 29500 - OOXML vorerst gestoppt

Verfasst von Michael Köchling am 10. Juni 2008 - 16:00.

Das Desaster um das Standardisierungsverfahren rund um ISO29500 <No>OOXML hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Nach dem Einspruch von vier Nationen war es eigentlich klar, dass die Verantwortlichen der ISO die Veröffentlichung von <No>OOXML als ISO29500 vorerst stoppen müssen, dennoch ist gerade bei diesem Fall wie Microsoft mehrfach bewiesen hat selbst das Unmögliche möglich weswegen ich mich auch erst jetzt wo es amtlich ist offiziell freue. Auch wenn man leider davon ausgehen muss, dass Microsoft und dessen Lobby alle legalen und illegalen Mittel einsetzen wird um den Protest gegenüber <No>OOXML zu zerschlagen und ISO29500 durchsetzen wird ist es ein mehr als deutliches Zeichen für die Verantwortlichen bei den Regierungen, Behörden, Institutionen und Firmen, dass <No>OOXML nicht vernünftig umsetzbar ist und damit kein Dokumentenformat ist auf das man sich verlassen geschweige denn seine Dokumente diesem anvertrauen kann. Nun werden die beiden Genfer Standardisierungsorganisationen Internationale Organisation für Normung (ISO) und die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) gemäß den Statuten über die Einsprüche beraten. Doch liest man den Ablauf dieser Bearbeitung kommen einem wieder Albträume von schwarzen Koffern die Microsoft wieder großzügig verteilen wird. Denn nur die Geschäftsführer von ISO und IEC werden über die Proteste beraten und werden diese dann an zwei Managementbeiräte überreichen. Dort sind dann hohe Persönlichkeiten bei der Arbeit welche vielleicht nicht im Sinne von Standards sondern im Sinne des großen Arbeitgebers und Wirtschaftsfaktors Microsoft entscheiden werden. Ich hoffe eines Besseren belehrt zu werden um wieder ein wenig Vertrauen in die beiden Organisationen gewinnen zu können.

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OpenOffice.org 2.4.1

Verfasst von Michael Köchling am 10. Juni 2008 - 12:00.

Ohne neue Funktionen dafür aber mit zahlreichen Fehlerkorrekturen und einer behobenen Sicherheitslücke kommt das nun veröffentlichte OpenOffice.org 2.4.1 daher. Die Entwickler der freien Office-Suite OpenOffice.org planen neue Funktionen erst für die für den Herbst geplante Version 3.0 welche unter anderen endlich die lang erwartete native Unterstützung von Aqua mit sich bringen wird wodurch beim Einsatz der Office-Suite unter Mac OS kein separater X-Server notwendig wird. Eine Übersicht der behobenen Fehler steht in den Release-Notes öffentlich zur Verfügung.

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Das ISO29500 OOXML Desaster geht weiter

Verfasst von Michael Köchling am 4. Juni 2008 - 13:00.

Als Microsoft im März 2004 von der EU Kommission dazu verurteilt wurde die Dokumentationen zu diversen Schnittstellen offen zu legen und Microsoft dies auch nach Jahren noch immer nicht umsetzt konnte, hatten Experten noch gewitzelt, dass Microsoft einfach keine Dokumentationen hat oder schlicht und ergreifend nicht weiß, wie man sauber, klar und fehlerfrei dokumentiert. Nun, nachdem der 6.000 Seiten umfassende Papierberg als <No>OOXML Spezifikation veröffentlicht wurde dürfte jedem klar sein, sobald es um offene Schnittstellen geht die scheinbar jeder nutzen können soll, ist Microsoft nicht nur ungeschickt sondern im großen Maße unfähig. Nicht umsonst gab es hunderte dokumentierte Mängel die Microsoft nur teilweise beheben konnte und viele davon auch nur mit dem Workaround, dass diese defekte Teile nicht zwingend umgesetzt werden müssen. Geht es nach Microsoft, steht jedoch die enorme Interoperabilität im Vordergrund. Und es ist ja klar, das zwei konkurrierende Formate viel besser für den Markt und die Kunden sind. Nur bei Produkten, wo Microsoft ein Quasi-Monopol inne hat sieht man dies natürlich anders und bewirbt die unendlichen Vorteile eines starken Anbieters. Scheinheilige Heuchler durch und durch... scheinbar das Anforderungsprofil um bei Microsoft arbeiten zu können.
NOOOXML
Trotz all der dokumentieren Mängel, der Proteste, der Einsprüche und der Verstöße gegen die ISO Statuten hat Microsoft es natürlich geschafft, <No>OOXML nach einer kurzen Niederlage dann doch als vorläufigen ISO Standard 29500 durchzudrücken. Geholfen haben dabei viele kleine Länder die zur <No>OOXML Abstimmung beigetreten und kurz danach auch wieder ausgetreten sind. Da an gut gefüllte schwarze Koffer zu denken ist nicht sonderlich weit hergeholt. Schlimmer aber wiegt das Versagen von Institutionen wie der Deutschen DIN die sich mit ihrer Abstimmung und den fadenscheinigen Ausreden einen nicht nur peinlichen sondern beschämenden Totalausfall geleistet hat. Nicht nur, dass man sich inzwischen eingesteht, dass <No>OOXML gar nicht hätte zugelassen werden dürfen, nein man hat es auch tatsächlich geschafft, bei der Abstimmung zu <No>OOXML den Mitgliedern einfach die NEIN Stimmen zu verweigern und Enthaltungen als JA zu werten. Auch hier ist der Vorwurf der Korruption gar nicht so abwegig. Aber in einem Land wo Manager bespitzelt werden, mehrere Milliarden Schmiergeld einfach so verschwinden, Waffenhändler vergessliche Politiker bezahlen die davon nichts mehr wissen wollen und wo ein erklärter Verfassungsfeind einen Ministerposten besetzt wundert einen doch nichts mehr... oder?
NOOOXML
Doch nun da es eigentlich schon zu spät ist, mehren sich immer öfter auch öffentlich kritische Stimmen. So hat die Britische IT-Schulbehörde nun die Zweifel angebracht, ob das neue Dateiformat Office Open XML von Microsoft Office mit den Produkten anderer Wettbewerber in ausreichendem Maße kompatibel ist. Da noch nicht einmal Microsoft sich in der Lage sieht, <No>OOXML nach ISO29500 vor der nächste Microsoft Office Version zu implementieren ist die Frage durchaus berechtigt, ob <No>OOXML nach ISO29500 überhaupt vollständig und fehlerfrei umgesetzt werden kann. Die aktuelle Implementierung von <No>OOXML in Office 2007 ist nach Tests der Verantwortlichen der ISO inkompatibel mit dem ISO Standard 29500. Was aber noch paradoxer ist, ist die Ankündigung von Microsoft, dass man das konkurrierende Dateiformat ODF schon mit dem nächsten Service-Pack für das aktuelle Office-Paket integrieren will und damit lange vor dem eigenen Format.
NOOOXML
Doch neben der allgemeinen Kritik von verschiedenen Seiten gibt es nun auch offiziellen Einspruch gegen das Standardisierungsverfahren durch insgesamt vier Nationen. Sowohl Südafrika als auch Brasilien, Indien und Venezuela haben innerhalb der Frist Einspruch eingelegt und die offizielle Verkündung von <No>OOXML als ISO Standard 29500 zumindest für kurze Zeit verhindert. Dabei lesen sich die Schreiben der Länder nahezu identisch. Alle verweisen auf die zahlreichen Verletzungen der ISO Statuten und auf die extremen Auffälligkeiten der Abstimmung bei der scheinbar Mitglieder manipuliert oder gar gekauft wurden. All diese Merkwürdigkeiten sind auf der Seite NOOOXML.org ausführlich und chronologisch dokumentiert. Nun muss man abwarten, wie die Verantwortlichen bei der ISO darauf reagieren werden. Da es aber die selben Personen sind, die schon alle anderen Verstöße von Microsoft billigend hingenommen haben stehen die Chancen eher schlecht, das Microsoft den selben Pflichten unterliegt wie alle anderen Mitbewerber die eine Spezifikation einreichen.

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14.05.2008 - Britische Behörde erhebt Anschuldigungen gegen Microsoft
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22.05.2008 - Microsoft wird OOXML vielleicht erst in Jahren unterstützen
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30.05.2008 - Brasilien und Indien fechten die OOXML-Standardisierung an
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03.06.2008 - Nun auch Proteste aus Dänemark und Venezuela
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Heterogene IT-Landschaft in der Berliner Verwaltung

Verfasst von Michael Köchling am 3. Juni 2008 - 16:00.

Bei einer solchen Überschrift neigt der gemeine Leser dazu an das typische Szenario einer Windows/Linux Migration zu denken. Auf den Desktops wird eine ältere Windows Version wie XP eingesetzt welche eine Windows NT4 oder Windows 2000 Workstation ersetzt und auf dem Server kommen freie Open-Source-Software Lösungen zu Einsatz. Das Szenario ist plausibel, denn gerade beim Server langt der amerikanische Software-Konzern Microsoft seinen Kunden sehr tief in die Taschen. So muss der Kunde zunächst extrem hohe Lizenzkosten zahlen ohne außer der Nutzung kaum weitere Möglichkeiten zu besitzen. Dann darf man noch an Microsoft oder einen ausgesuchten Dienstleister für den laufenden Support und weitergehende Dienstleistungen zu zahlen und zu guter Letzt darf dann noch für jeden Client und jedes Device eine weitere Nutzungslizenz bezogen werden. Aus diesen Gründen greift man bei Migrationen zumeist zu einer neuen Server-Struktur die dieses Lizenz-Chaos umgeht und die Kosten massiv senkt indem sie auf die reinen Support-Kosten begrenzt werden. In der Berliner Verwaltung hat man aber nun genau das Gegenteil gemacht. Auf der Seite der Server werden weiterhin die bestehenden Microsoft Produkte eingesetzt und auf dem Desktop kommt dann freie Software zum Einsatz die mit dem Microsoft Server und Lösungen wie Exchange verbunden wird. Für die Umsetzung wurde das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) in die Pflicht genommen welche einen eigenen Linux Desktop auf der Basis bestehender Lösungen entwickelte und dafür auch mit Microsoft und der Linux Information Systems AG ins Boot geholt hat. Kern der Linux Lösung ist CoreBiz welches für den Einsatz in mittelständischen Unternehmen ausgelegt ist.

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Bundesamt verbannt Microsoft Office

Verfasst von Michael Köchling am 27. Mai 2008 - 18:00.

Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat das proprietäre Office Paket von Microsoft keine Zukunft mehr. Ohne über ein freies, offenes und zertifiziertes Office-Dokument-Format zu verfügen fehlt Microsoft Office in jeder verfügbaren Version jegliche Daseinsberechtigung beim Einsatz auf dem Behörden-Desktop. So wird bei den rund 500 Computern der in Bonn ansässigen Behörde auf SUN StarOffice gesetzt welches zum einen auf das freie Community-Projekt OpenOffice.org basiert und zum anderen das nach ISO 26300 zertifizierte Dokument-Format Open-Document-Format (ODF) einsetzt. So hat die Behörde die Sicherheit, ein Format einzusetzen welches wirklich offen und somit absolut zukunftssicher ist und kann mit SUN als Partner auf entsprechenden Support zählen.

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Einspruch gegen OOXML-Standardisierung

Verfasst von Michael Köchling am 23. Mai 2008 - 18:00.

Obwohl es während des vermutlich schmutzigsten Standardisierungsprozess aller Zeiten bei der ISO genug Anzeichen für einen unerlaubten Ablauf gab bei dem Kritiker einfach nicht zu Abstimmungen zugelassen wurden, nachträglich rausgeworfen wurden oder gar nicht erst angehört wurden und zudem etliche hundert Mängel einfach ignoriert wurden kam es erst jetzt durch die Standardisierungsorganisation von Südafrika (SABS) zu einem offiziellen Einspruch und damit zu einem vorläufigen Stop der Veröffentlichung von OOXML nach ISO 29500. Ich habe nicht mehr die Nerven, erneut die unzähligen Mängel von OOXML und die Verfehlungen von Microsoft und Microsoft Angestellten aufzuzählen weswegen ich einfach dazu animiere, einmal selber nachzulesen, was Microsoft sich alles erlaubt hat, wer alles "gekauft" wurde und was alles gegen die ISO Statuten verstoßen hat. Ein kleiner Hinweis am Rande: Einige der Länder die erst zu der Abstimmung von OOXML beigetreten sind, an keinen Diskussionen zu OOXML oder Abstimmungen zu anderen Standardisierungsprozessen teilgenommen haben und so den Ablauf bei der ISO blockiert haben sind bereits wieder ausgetreten und haben die ISO wieder verlassen. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
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Kooperation für mehr freie Software

Verfasst von Michael Köchling am 23. April 2008 - 18:00.

In Zukunft möchten die Münchener Stadtverwaltung und das Auswärtige Amt in Berlin bei der Entwicklung und dem Einsatz von freier Software stärker zusammenarbeiten. Beide setzen auf Debian GNU/Linux als System und greifen bei den Anwendungen für die rund 25.000 Linux Arbeitsplatzrechner unter anderem auf OpenOffice.org sowie Mozilla Firefox und Thunderbird zurück. Als ersten Schritt haben die Verantwortlichen die Gemeinsamkeiten dokumentiert und werden als weiteren Schritt sollen diese Gemeinsamkeiten vertieft und in Projekte und Produkte überführt werden.

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Von Windows zu Linux im schweizer Kanton Genf

Verfasst von Michael Köchling am 4. April 2008 - 16:00.

Nun ist es auch im schweizer Kanton Genf endlich soweit... Windows hat ausgedient und wird durch Linux und weitere freie Software ersetzt. An den rund 9.000 Arbeitsplatzrechnern der schweizer Schüler soll am September nur noch Linux in Verbindung mit OpenOffice.org und GIMP eingesetzt werden. Die bisherigen Dual-Boot Systeme werden somit komplett von Microsoft Windows befreit. Ein wichtiger Grund für die Umstellung ist die Garantie für die Schüler, dass diese ohne Zusatzkosten die selbe Software auch daheim einsetzen können und nicht wie in Deutschland auf ein über 130 Euro teures Office Paket zurückgreifen müssen das zudem rein für den privaten Gebrauch zugelassen ist. Ende des Jahres wird sich dann zeigen wie gut die Umstellung geklappt hat.

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