Business

Linux im Wandel der Zeit

Verfasst von Michael Köchling am 8. August 2008 - 18:56.

Während manche Analysten und Evangelisten jedes Jahr aufs Neue den Durchbruch von Linux auf dem heimischen Desktop prophezeien eröffnen sich an anderer Stelle viel bessere Chancen für das freie System. Während unzählige Firmen sich bereits in diversen Allianzen organisieren um Linux fit für den Einsatz auf Mobilfunkgeräten zu machen nutzen andere den neu geschaffenen Markt der Mobile Internet Devices und Netbooks um Linux dort einzusetzen wo Microsoft Windows Vista gänzlich versagt und Windows XP schon zu alt ist. Zudem erlaubt Microsoft es ja nur XP dort einzusetzen wo kaum Leistung vorhanden ist. Sollte der Markt hier jedoch weiter so rasant wachsen ist davon auszugehen, dass Microsoft die Regelungen erneut lockern wird. Das Windows Vista jemals für diese Geräte geeignet sein könnte kann eigentlich ausgeschlossen werden da selbst XP schon recht träge auf den neuen Geräten läuft. Den Erfolg von Linux bei den Mobilfunkgeräten kann man hingegen darauf zurückführen, dass die Konzerne nicht mehr unnötig Lizenzen für proprietäre Systeme ausgeben wollen, mehr Einfluss in Entwicklung und Gestaltung bekommen möchten und die Tatsache, dass Windows CE nach all den Jahren einfach noch immer altbacken, rückständig und instabil ist. Anders als auf dem Desktop wo Microsoft ein über die Jahre gefestigtes Quasi-Monopol hat ist der Markt der Mobilfunkgeräte, MIDs und Netbooks noch recht frei von Microsoft Zwängen. Doch nicht nur Linux tritt hier deutlich besser aufgestellt gegen Microsoft an. Auch die Symbian Plattform mit der von Nokia neu ausgerichteten Strategie hin zu einem offenen System wird Microsoft das Leben deutlich schwerer machen als es den Jungs und Mädchen aus Redmond lieb sein dürfte.

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Auf und Ab bei Sun Microsystems

Verfasst von Michael Köchling am 1. August 2008 - 18:00.

Zwar war Sun Microsystems im letzten Quartal nach fünf erfolgreichen Quartalen erstmals wieder in die Verlustzone gerutscht, das nun abgeschlossene vierte Quartal des Geschäftsjahres jedoch brachte nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wie erwartet wieder Gewinne für den UNIX und Serverspezialisten. Dabei ist jedoch der Umsatz von 3,835 Milliarden um 55 Millionen auf 3,780 Milliarden US-Dollar gefallen. Der Gewinn, der im Vorjahresquartal noch auf 329 Millionen US-Dollar beziffert wurde kam nun nur noch auf 88 Millionen US-Dollar. Insgesamt brachte das Geschäftsjahr 2007/2008 einen Gewinn von 403 Millionen (- 15 Prozent) bei einem Umsatz von 13,88 Milliarden US-Dollar der somit fast gleich auf mit dem Umsatz des Vorjahres liegt.

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Red Hat erweitert Channelprogramm

Verfasst von Michael Köchling am 30. Juli 2008 - 16:00.

Als der amerikanische Enterprise Linux Distributor Red Hat im März 2007 mit dem Certified Service Provider (CSP) ein Channel-Programm für Dienstleister in Deutschland auf die Beine stellte und es im November des selben Jahres überarbeitete konnte man bereits viele Partner für sich gewinnen. Wie man nun bekannt gab hat man diese Basis an Partnern in den vergangenen acht Monaten verdoppelt. Mehr als 150 Lösungsanbieter und Systemintegratoren setzen auf den Vertrieb und die Implementierung von Red Hat Enterprise Server Produkten und 10 der 76 neuen Partner haben sich bereits zu Advanced und Premier Business Partner qualifiziert. Durch das Channel-Programm möchte Red Hat es seinen Kunden ermöglichen unabhängig von Red Hat Dienstleister in der Nähe als Unterstützung zu gewinnen.

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Red Hat bringt Enterprise Linux 4.7

Verfasst von Michael Köchling am 25. Juli 2008 - 10:00.

Mehr als fünf Jahre ist es nun her, dass der amerikanische Enterprise Linux Distributor Red Hat seine Business-Lösung RHEL in der Version 4 mit dem Codenamen Nahant veröffentlicht hat. Im Rahmen des sieben Jahre dauernden "Long Term Support" hat man nun die siebte Runderneuerung der Enterprise Distribution veröffentlicht. Neben den zahlreichen Fehlerkorrekturen und Paket-Aktualisierungen bringt RHEL 4.7 auch wieder neue Funktionen mit sich. Um die strengen Auflagen von Regierungen zu erfüllen unterstützt man nun die SHA-256 und SHA-512 Verschlüsselung von Passwörtern. Weitere Ergänzungen sind das Advanced Intrusion Detection Environment (AIDE), Mozilla Firefox 3 und paravirtualisierte Treiber für den Einsatz von RHEL 4.7 auf einem RHEL 5 Host-System. Durch den erst kürzlich erweiterten Support Zeitraum wird auch die kommende Version RHEL 4.8 nicht nur Fehlerkorrekturen sondern auch neue Anwendungen und Funktionen erhalten. Nachdem die Quellen nun verfügbar sind wird sich auch das CentOS Projekt wieder daran machen, ihren frei verfügbaren Clone CentOS 4.7 in den kommenden Wochen in einer finalen Version veröffentlichen zu können.

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Yahoo weiter unter Druck

Verfasst von Michael Köchling am 23. Juli 2008 - 8:00.

Seit nun sechs Monaten steht der Internet-Konzern Yahoo offiziell auf der Einkaufsliste von Microsoft und musste sich dadurch vielen Diskussionen, Verhandlungen und Kritikern stellen. Dass dadurch enorme Kosten entstehen werden war abzusehen. Nun hat Yahoo die Zahlen des abgelaufenen zweiten Quartals vorgelegt und die Vorhersagen bestätigt. Zwar konnte man den Umsatz gegenüber dem Vorjahr ohne die Kommissionszahlungen für Traffic-Partnerschaften um 8 Prozent von 1,24 Milliarden auf 1,35 Milliarden US-Dollar steigern, dennoch ging der Gewinn von 160,6 Millionen auf 131,2 Millionen US-Dollar zurück. Die Kosten für externe Berater die im Zuge der Abwehr einer feindlichen Übernahme durch Microsoft hinzugezogen werden mussten beziffert Yahoo auf inzwischen 22 Millionen US-Dollar. Trotz dieser Angriffe steht es um Yahoo weiterhin noch erheblich besser als um die Online Sparte bei Microsoft die wegen Erfolgslosigkeit nun vom Rest des Geschäftes abgespaltet wird. Nachdem der Chef der Sparte "Platforms & Services Division (PSD)" das Unternehmen verlassen hat werden die Online-Aktivitäten nun unter dem Namen "Online Services" geführt und beherbergt zukünftig die Suchmaschinen, das Anzeigengeschäft und sämtliche MSN-Dienste. Einzig Windows Live was ebenfalls eine Online-Löung ist wird weiterhin im Geschäftszweig von Windows selber verwaltet. Ob mit dieser Umstellung das noch immer katastrophal laufende Geschäft im Internet dadurch wirtschaftlicher werden wird kann bezweifelt werden. Eher werden Subventionen von mehreren Milliarden US-Dollar wie die für den Kampf gegen Google weiteres Wachstum beim Umsatz bringen. Hier will Steve Ballmer künftig mindestens 1,2 Milliarden US-Dollar jährlich verpulvern um den Rückstand irgendwie aufholen zu können. Doch Umsatz alleine ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. So konnte Microsoft zwar den Umsatz seiner Online-Sparte kontinuierlich ausbauen, verzeichnet dabei aber immer höhere Verluste. In den vier Quartalen des Geschäftsjahres 2007/2008 kam Microsoft in diesem Bereich auf einen Umsatz von 3.215 Milliarden US-Dollar, musste dabei aber einen Verlust von unglaublichen 1.225 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Yahoo brachte es in den ersten beiden Quartalen des aktuell laufenden Geschäftsjahres bereits auf 3.615 Milliarden US-Dollar und konnte im Gegensatz zu Microsoft einen Gewinn verbuchen der auf 673 Millionen US-Dollar beziffert wird. Das sind Zahlen von denen Microsoft nur träumen kann. Im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr hat Microsoft seinen Umsatz beim Online-Business zwar um 30 Prozent steigern können, musste dabei aber 68 Prozent höhere Verluste verbuchen. Es bleibt zu hoffen, dass Yahoo die Angriffe gut übersteht und seine Position als weltweite starke Nummer zwei hinter Google weiterhin behaupten und Microsoft auf Abstand halten kann.

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Apple holt auf die PC-Hersteller auf

Verfasst von Michael Köchling am 22. Juli 2008 - 10:00.

Erneut konnte Apple seine Position als PC-Hersteller ausbauen, zum Rest des PC-Marktes aufschließen und einen sehr erfolgreichen Quartalsbericht präsentieren. Während die Konkurrenten Hewlett-Packard (+ 17,1%), Dell (+ 21,9%), Acer (+ 18,9%) und Lenovo (+ 14,2%) eher moderat wuchsen und nur Toshiba (+ 29,2%) sich vom Rest des Marktes bezüglich des Wachstums absetzen konnte kam Apple bei Verkauf seiner Computer und Notebooks mit 2,496 Millionen Geräten auf ein überdurchschnittliches Wachstum von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Sollte das Wachstum des Marktes und das von Apple sich genauso weiterentwickeln könnte das Unternehmen trotz einer vergleichsweise winzigen Produktpalette schon in zwei Jahren zur Nummer 5 des weltweiten PC-Marktes aufsteigen. Wachsen konnte Apple aber auch beim etablierten Geschäft mit den iPods (über 11 Millionen verkaufte Einheiten) und dem noch recht neuen Geschäftsfeld rund um das iPhone. Bei den Telefonen verkaufte man 717.000 Geräte der alten Generation und vom neuen iPhone 3G nach Medienberichten der letzten Tage bereits über eine Million. Auch wenn es vielen PC Verfechtern nicht schmeckt, so ist Apple weiterhin das Unternehmen des PC-Marktes, dass beim Wachstum die Messlatte auch weiterhin für die Konkurrenz unerreichbar hoch legt.

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SAP beerdigt TomorrowNow

Verfasst von Michael Köchling am 21. Juli 2008 - 20:00.

Erst im Februar 2005 hatte der deutsche Software-Konzern SAP das 1998 gegründete amerikanische Unternehmen TomorrowNow übernommen um nun dessen Pforten zu schließen. TomorrowNow bot Support-Lösungen für Fremdsoftware an und unterstützt so auch die diversen Produkte von Oracle, dem größten Konkurrenten von SAP. Doch Anfang März 2007 kam es dann zu einer gewaltigen Klageandrohung von Oralce da man SAP "Diebstahl in großem Stil" vorwarf. So hatten Mitarbeiter die Kunden von Oracle betreut haben zwar berechtigt, aber in einem ausufernden Maße Support-Materialien von den Oracle Seiten heruntergeladen. Nun will SAP seinen TomorrowNow Kunden dabei helfen in den direkten Oracle Support überzugehen oder zu einer der Lösungen von SAP zu wechseln.

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Intel vor gigantischer Wettbewerbsklage

Verfasst von Michael Köchling am 18. Juli 2008 - 16:00.

Nachdem es bereits von mehreren News-Seiten angekündigt wurde kam aus Brüssel nun die entsprechende Pressemitteilung. Wie ein Lauffeuer ging es durch sämtliche internationale Nachrichten-Portale, dass die Europäische Kommission ihre kartellrechtlichen Untersuchungen gegen den Chiphersteller aus Santa Clara, Kalifornien um drei weitere extrem schwerwiegende Anschuldigungen erweitert. Mit dem Intel nun zugestellten "Supplementary Statement of Objections" bestätigt die EU Kommission die im Juli 2007 dokumentierten Vorwürfe aus dem "Statement of Objections". Intel hat nun in den kommenden acht Wochen die Möglichkeit sich zu den Vorwürfen zu äußern. Zu diesen Anschuldigungen gehören die folgenden sechs Punkte:

  • Rabatte an OEMs, geknüpft an Mindestanteile von Intel CPUs im Sortiment
  • Zahlungen an OEMs, wenn AMD-Produkte verspätet oder gar nicht eingeführt werden
  • Lieferung von Prozessoren an strategisch wichtige Kunden unterhalb des Herstellungspreises
  • Rabatte an einen großen Händler, dafür dass er nur Intel-Prozessoren verkauft
  • Zahlungen an einen bestimmten OEM, dafür dass er AMD-Produkte verschiebt
  • Rabatte an einen bestimmten OEM, damit dieser ausschließlich Intel-Prozessoren in Notebooks verbaut

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IBM - Der IT-Veteran in Bestform

Verfasst von Michael Köchling am 18. Juli 2008 - 9:00.

Auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres konnte das IT-Schwergewicht IBM bei Umsatz und Gewinn deutlich zulegen. Getrieben von den sehr gut laufenden internationalen Geschäften konnte man beim Umsatz ein Wachstum von 13 Prozent und beim Gewinn von 22 Prozent erzielen. In Währung ausgedrückt bedeutet dies ein Anstieg des Umsatzes von 23,77 Milliarden auf 26,82 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn kletterte dabei von 2,26 Milliarden im Vorjahresquartal auf nun 2,77 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnen die Verantwortlichen bei IBM mit weiter steigenden Gewinnen.

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Google legt um fast 40 Prozent zu

Verfasst von Michael Köchling am 18. Juli 2008 - 8:00.

Auch wenn sich so manche Analysten vom Ergebnis enttäuscht zeigten ändert dies nichts daran, dass das Wachstum bei Umsatz und Gewinn von über 30 Prozent gewaltige Schritte nach oben macht. So legte der Umsatz des Internetunternehmens Google um 39 Prozent zu und kommt nun auf 5,367 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz des zweiten Quartal des Geschäftsjahres noch bei 3,782 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn kletterte von 925,1 Millionen um 35 Prozent auf 1,25 Milliarden US-Dollar. Mit der Übernahme von DoubleClick will Google in den kommenden Monaten seinen Kunden verstärkt bessere Werbetechniken anbieten. Einen kleinen Dämpfer gab es beim Personal-Stamm des Konzerns. Wuchs die Zahl der Mitarbeiter sonst recht kräft sind es dieses Mal nur 448 neue Angestellt wodurch Google nun 19.604 Personen beschäftigt.

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